Sri Lanka - ... muß man gesehen haben! Logo

Matale

Geht man zwischen Halle und Mönchswohungen vorbei, trifft man auf auf das Museum. Ein Mönch überholte mich und fragte, wo ich herkommen und was ich wollte. Ich erklärte ihm, dass ich zusammen mit einem singhalesischen Mönch eine buddhistische Reise durch Sri Lanka mach und das Museum besuchen wolle, aber nicht sicher sie, ob dies der richtige Weg sein. Ja, der Weg führe dorthin, er habe in der Nähe etwas zu tun, ich solle ihm folgen. Er rief einen Mann herbei, der für das Museum verantwortlich schien und sagte ihm, er solle mit alles zeigen. Nur einiges würde ich selbst lesen könne, fügte er schmunzelnd hinzu.Mein Begleiter führte mich zunächst zum Raum des siamesischen Mönchs Upali. Es ist ein fensterloser Raum mir einer schweren Holztüre und gleicht eher einer Schatzkammer als einem Raum zum Arbeiten und Schlafen. Im Raum gab es Gegenstände von Upali und alles sah so aus, als ob er kurz weggegangen sei, um etwas zu erledigen. Ich bekam sämtliche Räume geöffnet. Vor dem Zimmer steht eine Bronzestatue des Mönchs Upali und vor den andern die des ersten singhalesische Mönchs, Weliwita Pindapatika, der vom ehrwürdigen Upali die Hohe Ordination erhalten hatte und daneben die des Kandy-Königs Kirti Sri Rajasimha, der die Erneuerung des Buddhismus, des Sangha und die Wiedereinführung der Hohen Ordination ermöglicht hatte. Die Mönchsgemeinschaft ist in der Geschichte von Sri Lanka mehrfach von den Königen erneuert worden, weil sie durch äußere und innere Einflüsse zum erliegen kam und keine Hohe Ordination mehr durchgeführt werden konnte. Um eine Hohe Ordination vernehmen zu können müssen mehrere Mönche mit Hoher Ordination anwesend sein. Ein Mönch allein darf das nicht. Der „Volksbuddhismus“ war davon zwar auch betroffen, lebte aber weiter. Der Buddhismus musste sich immer wieder gegen Einfälle aus Indien oder von seefahrenden Völkern behaupten. Um 1000 fiele z.B. die Chola aus Indien in Sri Lanka ein nun verwüstete die damalige Weltstadt Anuradhapua. Die singhalesische Hauptstadt wurde nach Polonnaruwa verlegt. Es kam noch einmal zu einer Blüte, aber nach 1215 verfiel auch diese Stadt. Damit endete die Ära eines Weltreiches mit Beziehungen bis Rom oder China. Um 1500 begannen Europäer in Sri Lanka befestige Handelsniederlassungen zu etablieren, die ersten waren die Portugiesen, sie kamen wegen der Gewürze, insbesondere des Zimthandels hierher und sie begannen, das Land zu erobern, um auch Zugriff auf die Produktion der Gewürze zu haben. Später kamen auch christliche Missionare hinzu, die den Buddhismus verdrängten, die Klöster übernahmen, die sich im Besitz der Portugiesen befanden. Sie zerstörten die typischen buddhistischen Symbole wie Dagoba oder Buddha- und Götterbilder - für sie Götzen und Teufelswerk und christianisierten die Bevölkerung.
Stadt
Die Stadt Matale ist eine kleinere Stadt umgeben von Reisfeldern, Arekanuss- und Pfeffer-Plantagen. Es werden zudem Gewürze wie Zimt, Vanille oder Kardamom angebaut. In der Stadt gibt es einen Park mit einem Denkmal für den Aufstand der Einheimischen gegen die Briten im Jahre 1848.

Aus der britischen Zeit ist ein Uhrenturm und Reste des Fort Macdowall erhalten geblieben.

Sehenswert sind der größte tamilische Tempel von Sri Lanka, der 300 Jahre alte Sri Muthumariamman Thevasthanam Kovil und der buddhistische Tempel Aluvihara, der aus dem 3. Jh. vor Chr. stammt.

Im Norden liegt das Heritage Center, in dem man in dem handwerkliche Kunst wie Batik, Lacharbeiten oder Messinggegenstände zu sehen sind. In der Region gebt es zudem viel Gewürzgärten, in denen Gewürzpflanzen zu sehen sind.

Sri Muthumariamman Thevasthanam Kovil
In einem großen turmartigen Gebäude stehen 5 Umzugswagen aus Holz die im Herbst für das Wagenfest benötigt werden. In den Wagen befindet sich die Figur eines Gottes und Gläubige ziehen die riesigen Wagen an Seilen durch die Straßen.

Der Tempel ist Mariamma geweiht, der Göttin, die für Krankheiten zuständig ist, sie kann sie nehmen aber auch geben, wenn man sie nicht gebührende verehrt.


Wagen für das Wagenfest

Teilansicht des Tempels mit dem Torturm (Gopuram)

seitlicher Tempeleingangt

tanzender Shiva vor einem "Ziertempel" ( neben Gopuram)

Nadi, Shivas Reittier (Vagana) und ein Wächter

Tempelinnerese (Blick vom Seiteneingang aus)

Tempelinneres, Blick auf den Haupttempel (Sanctum)

Wagen des Sonnegottes (Suriya)

Murugan Ashram

Fahnenstange (Dwaja Stampa)

für eine Zeremonie hergerichteter Platz

Ganesha

Stuckfiguren als Dekoration an einem Pfeiler

Nadi und (kleiner) Opferaltar vor dem Sanctum

Shiva Ashram

Kuppel über Shiva Ashram, Detail

Gott Vishnu auf der Weltenschlange mit Gott Bramha (aus dem Nabel)

Gopuram Eingang

Mariamma (Gopuram, 1. Stock)

Torwächter am Torturm (Gopuram)

Mariamma (Koppel des Ashram)

Neun-Planeten-Götter (Nava Graha)
Nalanda Gedige
Die Anlage wurde nach der buddhistischen Universität Nalanda in Indien benannt. Ihre Herkunft ist umbekannt. Es wird vermutet, dass der Schrein zwischen dem 7. bis 11. Jh. nach Chr. im südindischen Stil errichtet wurde. Tamilische und singhalesische Elemente sind in dem Gebäude zusammengeflossen. Es gibt auf dem Gelände auch Reste eines Dagoba (Stupa).

Tempel

zwei Männer in Sexualposition mit einem Löwen
Matale
For information in English see also the links in the German part.

Aufstände in Sri Lanka
Es gab mehrere Empörungen und Aufstände in Sri Lanka gegen die Briten. Die wichtigsten sind die "Uva Rebellion" von 1818 und die "Matale Rebellion" von 1848, die mit den Aufständen in Europa zusammenfällt.

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